ACO-Reglement: Längere Tankzeiten für die Selbstzünder

32

X-te Anpassung im Reglement: Die ACO-Regelmacher haben sich einmal mehr mit der Diesel-Benzin-Problematik auseinandergesetzt und einige Änderungen im Hinblick auf den anstehenden Sarthe-Klassiker vorgenommen. Überdies wurde auch in den anderen Klassen nachgebessert.

Es ist das ewige Hickhack, Leistung sowie Effizienz der Diesel- und Benzinboliden weitgehend anzugleichen. Auf seiner Mission, diese Konvergenz zwischen den beiden konkurrierenden Motorenkonzepten herzustellen, schreitet der Automobilklub des Westens neuerlich zur Tat. Vergangene Woche proklamierte der Organisator der 24 Stunden von Le Mans einige Änderungen im Regelwerk, die bei der 79. Auflage des Sarthe-Schlagers zum Tragen kommen.

Nachdem die Verantwortlichen im Rahmen der ersten beiden Wertungsläufe der ILMS-Welttournee etliche Daten in puncto Rundenzeiten, Beschleunigungsmessungen, Reifenabnutzung, Höchstgeschwindigkeit, Verbrauch und Tankdauer gesammelt wurden, fand sich folgender Konsens: Demnach müssen die Restriktoren an der Tankanlage bei Selbstzünder von 38 auf 25 Millimeter Durchmesser reduziert werden.

Damit wird die Standzeit um rund zwei Sekunden erhöht. Dies betrifft sowohl die aktuellen Modelle von Audi und Peugeot als auch den Jahreswagen des französischen Konstrukteurs. Allerdings darf das Oreca-Kundenteam mit dem 908-Heizölrenner das Gewicht um 15 Kilogramm verringern.

Im Gegenzug wird den Mannschaften, welche auf einen konservativen Antrieb zurückgreifen, ein Leistungsvorteil zugesprochen. Demgemäß erteilt der ACO den Akteuren die Erlaubnis, ihre Luftmengenbegrenzer um fünf Millimeter zu vergrößern. Alternativ steht es den Ingenieuren frei, stattdessen zehn Kilogramm auszuladen und den Restriktor um zwei Millimeter zu verkleinern. Allerdings betrifft dieser Erlass einzig die Teams, welche die beiden ILMC-Rennen bestritten haben und von denen Daten vorliegen. Folglich hat Aston Martin Racing das Nachsehen.

Marginale Veränderungen wurden ebenso in der kleinen Prototypendivision vorgenommen. Die Protagonisten dürfen demzufolge den Durchflussmengenbegrenzer um 3,5 Millimeter vergrößern. Des Weiteren erhalten die Judd-Motoren einen Leistungsbonus, nachdem die HPD-Motoren bereits beflügelt wurden. Last but not least gibt der ACO dem Lotus Evora nach dem holprigen Einstand einen Leistungsaufschub, selbiges gilt für den Doran-Ford.