Spa-Francorchamps: 60 provisorische Meldungen

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Zur zweiten Runde der Le Mans Series 2011 im belgischen Spa werden 60 Fahrzeuge aus den insgesamt fünf Klassen das sechsstündige Rennen in Angriff nehmen. Traditionell wird dass Rennen als echtes Kräftemessen und Generalprobe für die mächtigen 24 Stunden von Le Mans genutzt.

Es wird wohl das eines der größten Rennen der diesjährigen Le Mans Series werden. Fünf Dutzend Teams werden auf einer Distanz von 1.000 Kilometern in ihren fünf Einzelklassen und in der Gesamtwertung um Plätze und Punkte kämpfen.

In der Königsklasse LMP1 sind 18 Fahrzeuge gemeldet. Es fokussiert sich alles auf den ewigen Zweikampf der Diesel-Aggregate von Audi und Peugoet. Beide werden unter Werksflagge und mit den Fahrerbesetzungen für die Sarthe mitte Juni 2011 an den Start gehen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Audi R18 TDI, der bei dem prestigeträchtigen LMS-Lauf sein Renndebüt geben wird. In Frankreich ist man fest entschlossen, Spa-Francorchamps zur Höhle des Löwen zu machen.

Nicht zuletzt nur von den drei Werkswagen, den neuen Peugeot 908, sondern auch in Form vom Team Oreca-Matmut. Mit den Peugeot 908 Hdi FAP-Jahreswagen gewann man bereits die traditionsreichen Zwölf Stunden von Sebring, man platzierte sich vor dem Highcroft-Acura, einem Benziner. Dies lässt auf eine enge Entscheidung hoffen, nachdem in den letzten Jahren Benziner chancenlos gegen die Diesel-Streitmächte waren. Aston Martin wird den Lauf auch dazu nutzen, den neuen AMR-One auszusortieren, nachdem bei Saisonauftakt auf dem Paul Ricard HTTT nahezu nichts planmäßig verlief. Bessere Chancen haben die Auftaktsieger von Pescarolo Racing und die beiden Rebellion-Toyotas.

Die LMP2 startet mit einer Meute von zwölf Fahrzeugen, Signatech-Nissan gilt mit dem Oreca03-Nissan als Anwärter auf den Sieg, für die mit HPD-Motoren befeuerten Teams wird es reglementbedingt ausgesprochen schwierig werden, einen Klassensieg einzufahren. Im internen Markenpokal für den FLM-Oreca-09, der Fomula Le Mans starten lediglich fünf Prototypen.

Bei den GTE-Profis geht es erfahrungsgemäß immer in beinharte Zweikämpfe, nachdem in Le Castellet durch menschliches Versagen fast alle Porsche beim Start aus dem Rennen genommen wurden und alle Teilnehmer nun ein Streichresultat haben, greifen auch die Zuffenhausener voll an. Bei Ferrari sind die etablierten Kundenteams AF Corse, Luxury Racing und JMW Motorsport mit dem Ferrari F458 am Start, das Hankook Team Farnbacher greift auf den Jahreswagen F430 zurück.

Bei Porsche treten die Semiwerksteams IMSA, ProSpeed und Felbermayr mit insgesamt sechs Piloten an, fünf davon werden vom Werk abgestellt. Lotus JetAlliance mit den beiden Lotus Evora sowie JOTA mit dem Aston Martin Vantage werden nur Außenseiterchancen eingeräumt. BMW ist werksseitig mit dem Team Schnitzer vertreten. Die Amateure der GTE sind weitesgehend mit F430-Jahreswagen besetzt, Porsche möchte die Führung nach dem Auftaktsieg beibehalten und nach Möglichkeit ausbauen.