Zwischenstand in Sebring: Peugeot in Front

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Bei den von Zwischenfällen, Gelb- und Safety-Car-Phasen bestückten Anfangsphase in Sebring führt nach dem ersten Viertel des Rennens Sarrazin im Peugeot #8 vor Tom Kristensen und Loïc Duval im privaten Oreca-Peugeot 908 HDi FAP.

Mit erschütterter Hoffnung gehen die Herren der Ringe von Audi in den Rest des Rennens, es führt Stéphane Sarrazin im werksseitig eingesetzten Peugeot 908. Nach dem fliegenden Start ging Allan McNish sofort an seinem Teamkollegen Mike Rockenfeller vorbei und bließ zum Angriff auf den Führenden Löwen. Frank Montagny konnte sich jedoch den Angriffen des Schotten erfolgreich entgegensetzen. Alexander Wurz arbeitete sich in den folgenden Runden von Platz vier an den beiden Audis vorbei und konnte sich wenig später die Führung sichern.

In der nur mit drei Fahrzeugen besetzten LMP2-Klasse fürht Ryan Hunter-Reay im Lola-Honda. In Der GT ergreifen die Beiden RRL-BMW M3 GT2 die Flucht nach vorne. Auf dem dritten Platz folgte Jaime Melo. Risi schaffte es Motorsportgeschichte zu schreiben. Das erste Mal ging ein Ferrari F458 Italia bei einem internationialen Rennen in Front

Beim überrundet werden musste dann Dirk Müller feststellen, dass die Piloten der schnelleren LMP-Wagen keine Gnade kennen. Der Lola B11/40-HPD, eingesetzt in der LMP2 von Level5Motorsports, traf Müller und sorgte dafür, dass dass der BMW als Dreirad unplanmäßig die Boxenstraße ansteuern musste.

Nachdem es bereits in der Anfangsphase voll zur Sache ging, bremste die erste von insgesamt drei Safety-Car-Phasen die 56 Piloten auf der Strecke ein. Der Lamborghini Gallardo LP5 von Nicky Pastorelli rollte wegen eines technischen Defekts aus und blieb in der Gefahrenzone stehen. Damit für kein Team Nachteile entstehen, wird vor jedem Restart das Feld neutralisiert. Erst ist es den LMP-Fahrzeugen, dann den GT-Wagen erlaubt in die Box zu kommen bevor dann schließlich die Challenge-Fahrzeuge zum Zuge kommen. Hierbei organisierte man sich bei der Joest-Truppe die Positionen zwei und drei.

Nachdem die Peugeots sich unter grüner Flagge wieder an die Spitze gekämpft haben, gab es eine Schrecksekunde für die Ingolstädter. Der Audi R15 TDI #1, gefahren von Mike Rockenfeller, musste dir Box mit einer völlig zerstörten Heckkonstruktion anlaufen. Nach einer kurzen Reperaturpause schickte man das Le Mans-Siegerauto von 2010 wieder zurück auf die Reise, allerdings trat dasselbe Problem erneut auf. Rockenfeller gab an, er habe beim Überrunden warsheinlich ein Teil der Aerodynamik eines anderen Fahrzeugs aufgesammelt und dann beim Rausgehen das gleiche Problem am hinteren linken Reifen erneut gehabt, mittlerweile drückt Timo Bernhard kräftig auf den Pinn und fährt auf Platz 16.

Als dann die Labre-Corvette aus der GTE-Am und einer der LMPC Oreca FLM09 unmittelbar hintereinander zum stehen kamen, war die Sicherheit der Strecke nicht mehr gegeben und es folgte eine erneute Prozedur hinter dem Safety-Car.

Nach dem Restart dauerte es nicht mehr als zwei Minuten bis es in der langgezogenen Rechtskurve vor Start und Ziel zum Tumult zwischen Jan Magnussen und Patrick Long kam. Longs Porsche wurde beim Versuch die Corvette von Magnussen zu überholen zu weit nach außen getrieben, es folgte der unvermeidbare Kontakt. Als Folge drehten sich beide, Johannes Van Overbeek konnte als unmittelbar Folgender nicht rechtzeitig ausweichen und traf Jan Magnussen, als Resultat drehte sich der F458 von Extreme Speed Motorsports und krachte in die Reifenstapel. Es folgte die dritte Safety-Car-Phase. Von der Renneleitung wurden Long und Magnussen zu einer Stop-and-Go-Strafe verdonnert. Bei Extreme Speed Motorsports hingegen wurde eine längere Pause fällig.