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Die Technikkommission des ADAC Nordrhein hat die Balance of Performance für das Qualifikationsrennen überarbeitet. Die Modifikationen fußen auf den bisherigen VLN-Resultaten. Nutznießer der Anpassungen: der Mercedes-AMG GT3, wogegen der Porsche 991 GT3 R eine Leistungsbeschränkung erfährt.

Wie ist es um die Zukunftsfähigkeit der GT4-Kategorie bewandt? Steigt die derzeitige Kundensportwertung mittelfristig zur VLN-Spitzenklasse auf? Aston Martin attestiert dieser immenses Potenzial. Die SportsCar-Info-Leserschaft ist sich dahingegen uneins. Eine Zusammenschau.

Lance David Arnold problematisiert ebenfalls, inwieweit der Mercedes-AMG GT3 auf den Geraden der Nürburgring-Nordschleife gegenüber der Konkurrenz unterlegen sei. Dieser Nachteil berge mitunter Gefahren im Überrundungsverkehr des Eifelaner Traditionskurses. Daher bedürfe es einer Balance-of-Performance-Anpassung.

Zum zweiten Mal in Folge sicherte sich die Mannschaft von Manthey-Racing den Sieg in der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife. Bei bestem Eifler Frühlingswetter traf sich die Langstreckenszene noch einmal vollzählig in der Eifel, um für das 24-Stunden-Rennen zu trainieren, bevor die VLN eine Pause einlegt. Die Bilder vom zweiten Rennen in einer Galerie von Ralf Kieven.

Der ADAC Nordrhein hat weitere Plätze für die Qualifikation der besten Dreißig vergeben. Nach dem zweiten VLN-Lauf auf der Nürburgring-Nordschleife sind Mathieu Jaminet für Manthey-Racing, Norbert Siedler für Frikadelli Racing sowie Uwe Alzen für Haribo Racing teilnahmeberechtigt.
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Zweiter VLN-Einsatz, zweiter Unfall: Für WTM Racing endete das DMV-Vier-Stunden-Rennen abermals mit einem Zusammenstoß. Der neue Ferrari 488 GT3 geriet im Überrundungsverkehr mit dem Porsche 911 GT3 Cup von 9 und 11 Racing aneinander. Die Piloten blieben unverletzt. Eine Privataufnahme hat den Hergang im Brünnchen dokumentiert.

Olaf Manthey fordert die Verschränkung von Profitum und Breitensport, um dessen Fortexistenz auf der Nordschleife des Nürburgrings zu gewährleisten. „Denn Professionalität und Breitensport schließen sich nicht aus, sie bedingen sich“, bekräftigt der ehemalige Teamchef.

Um die Besucherfreundlichkeit bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft auch in Zukunft sicherzustellen, appelliert Olli Martini an diejenigen Fans, welche sich in der Boxengasse zuweilen nicht an die Regel halten. Diese Minderheit von „0,1 Prozent“ fordert der Streckensprecher zu „mehr Ein- und Rücksicht“ auf.

Während des zweiten VLN-Laufes zweifelte Uwe Alzen an der Balance of Performance. Nach seinem Dafürhalten sei der Mercedes-AMG GT3 auf der Geraden aussichtslos unterlegen. „Also die BoP-Jungs müssen sich einmal ernsthaft Gedanken machen, damit wir Chancengleichheit haben“, wetterte der Pilot von Haribo Racing im Ring-Radio.

Auch beim zweiten VLN-Lauf der Saison hat Manthey-Racing den Sieg davongetragen. Frédéric Makowiecki und Richard Lietz verloren eingangs der letzten Runde die Führung an Connor de Phillippi im Land-Audi, der aber auf der Döttinger Höhe kurz vor Schluss in langsamer Fahrt den Sieg verlor und nicht über den fünften Rang hinaus kam.

In der Qualifikation zum zweiten VLN-Lauf hat sich Manthey-Racing erneut den ersten Startplatz gesichert. Mit einer Rundenzeit von knapp über acht Minuten verwies Mathieu Jaminet zusammen mit Otto Klohs und Lars Kern die Konkurrenz von Frikadelli Racing und den gelb-grünen Stallgefährten auf die Plätze.

Bei den freitäglichen Testfahrten auf dem Nürburgring ist erstmals auch der zweite Porsche 911 GT3 R aus dem Hause Frikadelli Racing dabei. Am Steuer des Zuffenhausener-Neuzugang wechseln sich Norbert Siedler und Lucas Luhr ab.

Nach dem VLN-Auftakt hat das Team Zakspeed die Entscheidung getroffen, nicht mit dem Nissan GT-R Nismo GT3 am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Stattdessen rücken nun die Vorbereitungen auf den Einsatz des Nachfolgemodells in den Fokus der Niederzissener Mannschaft.

Das Organisatorengespann hat die Starterliste für den zweiten der neun VLN-Läufe veröffentlicht. Das Starterfeld zählt demzufolge insgesamt 193 Sport- und Tourenwagen – ein Plus im Vergleich zum Auftakt. Wer nicht an der Qualifikationsveranstaltung teilnimmt, absolviert an diesem Wochenende quasi eine Generalprobe fürs 24-Stunden-Rennen.

Exorbitante Lizenzgebühren, Lobbyismus und Politik, die den Breitensport gefährde: Kai Kruse, der sich über einen mehrjährigen Zeitraum als VLN- und LMP2-Teamchef engagierte, äußert scharfzüngige Kritik am DMSB. Gleichwohl ist dieser aber auch gewillt, etwas an den Missständen zu ändern.

Aufgrund fehlender Finanzmittel muss Callaway Competition von seinem Vorhaben, auf der Nordschleife zu starten, abrücken. Der ursprüngliche Plan: eine Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Stattdessen rückt das ADAC GT Masters ins Zentrums des Engagements.
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Vergangene Woche verursachte der Zornausbruch Thomas Leyherrs vielerorts eine Kontroverse in der VLN-Szene. Eine weitere Videoaufnahme im Netz zeigt wiederum den Unfallhergang, welcher zur Dreierkollision in der Passage Flugplatz führte. Ebenfalls in involviert: Dominik Baumann (Mercedes-AMG GT3) und Martin Tomczyk (BMW M6 GT3).

In Zukunft untersagt das Reglement der VLN-Langstreckenmeisterschaft, bei einer Umrundung der Nürburgring-Nordschleife die Marke von acht Minuten und zehn Sekunden zu unterschreiten. Die Maßnahme fußt auf dem Vorhaben, der Entwicklung sinkender Rundenzeiten entgegenzuarbeiten.

Wird die GT4 die neue Spitzenklasse der VLN-Langstreckenmeisterschaft? Sandsäcke in den GT3-Sportwagen, um dem Korrektiv der Balance of Performance zu entfliehen? Olaf Manthey sorgt sich um die Zukunft des Breitensports auf der Nordschleife des Nürburgrings. Der Monat März im Rückspiegel.

Der ADAC Nordrhein unternimmt einen Versuch, um Sandbagging bei den VLN-Läufen und der Qualifikationsveranstaltung zu unterbinden. Daher droht der Organisator, Abweichungen von der Balance of Performance auch während des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring mit Zusatzgewichten zu ahnden.

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