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Maximilian Graf

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Der zweite Lauf der Le Mans Series in Spa-Francorchamps ist gleichzeitig das letzte Rennen vor dem Sportwagen-Saisonhöhepunkt an der Sarthe. Berühmt für ihre einmalige Charakteristik, bietet die Ardennen-Achterbahn ein geeignetes Pflaster für die Le-Mans-Generalprobe.

Ersatzauftakt in Fuji: Die Nismo-Schützlinge Motoyama und Tréluyer segelten durch die japanischen Fluten und gewannen die erste Super-GT-Runde. Indes teilten sich Ferrari und Porsche die GT-Open-Pokale in Imola. Kamm dominierte mit seinem DTM-Boliden den STT-Stopp in Salzburg.

Trackspeed nahm vergangenes Wochenende im Oulton Park erfolgreich die Mission „Titelverteidigung“ in Angriff. Im zweiten Durchgang konterten die Ferrari-Rivalen der Scuderia Vittoria. In Nogaro räumten indes ausschließlich Porsche-Mannschaften die Pokale ab.

Audi-Festival an der Sarthe: Die Ingolstädter weihten den neuen Audi R18 TDI erfolgreich beim Le-Mans-Test ein und machten es sich am Klassementgipfel bequem. Im Schnitt waren die neuen Selbstzünder aus Bayern bei den Testfahrten bis zu drei Sekunden schneller als die Löwen, doch Peugeot legte am Ende noch einmal nach.

In Le Castellet wurden die Akteure in vielerlei Gesichtspunkten auf ihre Le-Mans-Kondition geprüft. Denn die Mistral-Geraden des Paul Ricard HTTT simuliert hinsichtlich der Geschwindigkeit Bedingungen ähnlich der Hunaudières. Pescarolo und Nissan brillierten, Porsche sorgte für eine Überraschung.

Der Stichtag in Le Mans rückt näher und Audi forciert seine Entwicklungen an dem R18-Selbstzünder. Obendrein soll zukünftig der Kohlefaser-Leichtbau als unverkennbares Merkmal der Ingolstädter auch optisch demonstriert werden. Der Teufel steckte bei den Arbeiten oftmals im Detail.

Die Blancpain Endurance Series weckt Erinnerungen an die Gran-Turismo-Blütezeit der neunziger Jahre. Ratel bekennt sich scheinbar wieder zur alten GT-Kultur, doch eine bleibende Hürde stellt die ehemalige GT2-Wertung dar. Erlebt die Szene dennoch eine Renaissance? Ein Kommentar von Maximilian Graf.

Diesel-Wispern statt Elektronen-Knistern: Die Löwen haben ihre Bekanntgabe, den nagelneuen Peugeot 908 Hybrid4 bereits beim Le-Mans-Test einzusetzen, revidiert. Dementsprechend intensiviert der französische Hersteller die Feinschliffe am altbewährten Selbstzünder.

Erster Rückzug vom Sarthe-Klassiker: Signatech-Nissan hat seine Meldung für die 24 Stunden von Le Mans von der Nennliste streichen lassen. Damit erbt die französische Mannschaft von Extrême Limite den letzten Startplatz, deren Arbeitsgerät ein Norma-Judd ist.

Porsche ließ die unverschuldete Nullnummer in Le Castellet nicht tatenlos auf sich sitzen. Deshalb räsonierten die Weissacher vehement gegen die Vorgehensweise der Rennleitung, welche letztlich eine Massenkarambolage auslöste. Als Kompromisslösung einigten sich die Betroffenen auf ein Streichresultat.

Wie Phoenix aus der Asche: Henri Pescarolo feierte seine Rückkehr ins Sportwagen-Geschäft mit einem unangefochtenen Triumph seiner Schützlinge. Ihr Schaulaufen in der Provence demonstrierte einmal mehr das wichtigste Element eines Langstreckenrennens: Beständigkeit.

Desaströser Auftakt in der Provence: Aufgrund eines folgeschweren Beschlusses der Rennleitung, eine zweite Einführungsrunde zu starten, endete der Start im Chaos. Dabei wurde die gesamte Porsche-Flotte eliminiert. Pescarolo führt indes nach Problemen bei der Konkurrenz.

Die Karten für die Qualifikation sind ordentlich gemischt. Mit den Rebellen Nicolas Prost und Neel Jani platzierte sich im dritten Training in Le Castellet ein Duo an der Spitze, das bislang noch nicht in diesen Gefilden zu finden war. Zwischenzeitlich drehte sogar Aston Martin einige Runden, gurkte jedoch im Mittelfeld herum.

Runde zwei geht an Portugal: Olivier Pla und Miguel Amaral legten im zweiten Trainingsdurchgang nach und katapultierten sich vom Feldende an den Klassementgipfel. Die Schützlinge von Rebellion und Pescarolo drängten sich dicht dahinter – von Aston Martin fehlt weiterhin jegliche Spur.

Erwartetes Bild in der Provence: Die erste Trainingseinheit in Le Castellet brachte keinerlei neue Erkenntnisse. Rebellion bestätigte lediglich die Testresultate und belegte die Ränge eins und drei, nachdem Pescarolo-Akteur Tinseau lange Zeit in Front lag. Aston Martin verweilte indes in der Box.

In Le Castellet treffen moderne Sicherheitskonzeptionen auf Ästhetik und Komfort. Auf dem so genannten Paul Ricard High Tech Test Track veranstaltet die Le Mans Series neuerlich ihre Auftaktrunde und erwacht aus dem Winterschlaf in ihre achte Saison.

Nach vierjähriger Dieselvormachtstellung sind die Benziner erstmals wieder unter sich. Für die anstehende Saison wurden ausschließlich Prototypen konservativen Kraftstoff-Antriebs gemeldet, was die Favoritenfrage schwierig gestaltet. Lediglich während der ILMC-Runden leisten die Selbstzünder Gesellschaft.

Die Testergebnisse aus Le Castellet liefern ein verheißungsvolles Bild in sämtlichen Divisionen. Zwar zeigten in der Provence lediglich vier LMP1-Mannschaften Flagge, doch letztlich lagen die wenigen Kontrahenten innerhalb einer halben Sekunde – ähnliche Konstellation in den anderen Wertungen.

36 Autos in fünf Klassen: Obwohl die LMS-Veranstalter einen marginalen Rückgang in puncto Starterzahlen zu verzeichnen haben, können selbige weiterhin auf massenhaft Stammteams vertrauen. Jüngst veröffentlichten die Verantwortlichen die Saisonnennliste.

Die Weichen für das Comeback sind gestellt: Pescarolo Sport hat den Weg aus der Krise gemeistert und greift diese Saison wieder ins Geschehen ein. Emmanuel Collard und Christophe Tinseau wurden als Fahrer für das LMS-Engagement benannt, eine Nennung für Le Mans wurde eingereicht.

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