Martin Tomczyk: „Emotionen gehören dazu, aber man sollte sie im Griff haben“

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Martin Tomczyk räumt den Fehler seiner Truppe ein | © Christian Moskopp (1VIER.com)

Martin Tomczyk hat sich zu den Vorkommnissen zwischen dem Team Schnitzer und GetSpeed Performance beim Qualifikationsrennen geäußert. Aufgrund einer Unsafe Release waren deren Sportwagen miteinander kollidiert, woraufhin der Porsche-Pilot letzterer Mannschaft sich einem Zornausbruch anheimgab.

Nach dem Intermezzo zwischen GetSpeed Performance und dem Team Schnitzer beim Qualifikationsrennen hat sich Martin Tomczyk in seinem Facebook-Kanal zu den Vorkommnissen geäußert. „Leider trifft uns hier die Schuld, was uns auch sehr leid tut“, räumt der BMW-Werksfahrer den Fauxpas seiner Mannschaft ein, welche wegen einer Unsafe Release einen Zusammenstoß mit dem Porsche-Neunelfer der Mitstreiter verursachte.

Gleichwohl moniert Tomczyk die Reaktion seines Mitbewerbers nach dem Zwischenfall an der Box. „Was dem Kollegen aber dann alles aus dem Mund fällt, hat mit Motorsport nichts mehr zu tun“, kehrt Tomczyk hervor. Sich Luft zu machen, sei nachvollziehbar, aber nicht in diesem Übermaß. „Emotionen gehören zum Motorsport dazu, aber man sollte sie ein bisschen im Griff haben“, meint der BMW-Athlet.

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Was hatte sich zugetragen? Nach Vollendung eines regulären Tankstopps unterlief dem Team Schnitzer ein Lapsus. Die Boxentruppe erteilte eine Freigabe zur Weiterfahrt, obwohl in diesem Augenblick der Porsche 991 GT3 Cup mit der Startnummer sechzig herannahte und seine anrainende Box ansteuerte. Dessen Pilot vermochte nicht mehr auszuweichen und kollidierte mit dem BMW M6 GT3, den Tomczyk just in Bewegung setzte.

Team Schnitzer verliert nur wenige Minuten, GetSpeed Performance muss aufgeben

Der geharnischte Insasse attackierte das Team Schnitzer daraufhin zornentbrannt mit einer Verbalinjurie, welche auf vorgebliche Schwangerschaft im Kontext der Prostitution, Autoerotik und geistiger Umnachtung referierte. Aus kontingenten Gründen war die Motorsportabteilung der Auto Bild in jenem Augenblick im Begriff, einen Facebook-Livestream zu übertragen und dokumentierte darum die Ereignisse in der Boxenstraße.

Die Kollegen von Motorsport-Total arbeiteten den Vorfall sodann in einem Artikel auf, wodurch die entsprechende Videoaufnahme durch die sozialen Netzwerke kursierte. In Konsequenz dessen nahm auch Tomczyk selbst Notiz von der Rezeption des Mitschnitts und kommentierte den Hergang. Das Porsche-Gespann von GetSpeed Performance bezog bislang allerdings noch keine Stellung.

Unbeschadet der konfliktträchtigen Situation gingen die Mechaniker des Teams Schnitzer umgehend daran, ihren Sechser wieder instand zu setzen und büßten nur wenige Minuten Reparaturpause ein. Letztlich belegte die BMW-Equipe noch Gesamtrang zwölf. Dahingegen war GetSpeed Performance gezwungen, das Vorbereitungsrennen auf der Nordschleife des Nürburgrings aufzugeben.

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