Qualifikationsrennen: Audi holt Doppelsieg nach Glickenhaus-Drama

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Phoenix Racing hat beim Qualifikationsrennen triumphiert | © 1VIER.COM

Beim Qualifikationsrennen hat Phoenix Racing den Sieg davongetragen. Das Audi-Gespann profitierte von einem Unfall der führenden Scuderia Glickenhaus kurz vor Rennende und fuhr vor den Markenkollegen vom Team WRT und Falken Motorsports den Erfolg ein. Die Generalprobe zum großen Event zeigte darüber hinaus eine gut austarierte Balance of Performance.

Phoenix Racing hat beim Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring den Sieg davongetragen. Mike Rockenfeller, Dennis Busch und Nicolaj Møller Madsen profitierten dabei im Audi R8 LMS von einem späten Unglück der lange führenden Glickenhaus-Mannschaft von Traum Motorsport. An zweiter Stelle überquerten Nico Müller und Frédéric Vervisch im Audi vom Team WRT die Ziellinie und machten damit einen Audi-Doppelsieg perfekt. Falken Motorsports vervollständigte an dritter Stelle das Podium.

Vom Start weg zeigten beide Glickenhaus-Fahrzeuge SCG003C eine starke Leistung und waren stets an der Spitze zu finden, stellenweise sogar mit einer Doppelführung. Nach Ablauf der ersten Rennstunde ereilte dann allerdings das Fahrzeug von Jeff Westphal, Franck Mailleux und Thomas Mutsch ein technisches Problem, welches das Team zur Aufgabe zwang. Von diesem Moment an wechselte die Spitze sehr häufig, der zweite Glickenhaus-Sportwagen war aber stets in der Spitzengruppe zu finden.

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In der letzten Rennstunde hatte sich der gelbe SCG-Prototyp einen komfortablen Vorsprung herausgefahren und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Lediglich fünfundzwanzig Minuten vor Ablauf der sechsstündigen Distanz verunfallte das Auto dann allerdings beim Anbremsen zur Aremberg-Kurve stark und der Traum vom Gesamtsieg zerschellte an der Leitplanke. Entgegen der ersten Informationen ist der Fahrer nicht unverletzt, aber anscheinend mit leichten Verletzungen davon gekommen.

Land Motorsport fährt auf Rang vier

Anschließend war der Sieg der Phoenix-Mannschaft nicht mehr zu nehmen. Hinter den Podiumsplätzen überquerten Christopher Mies, Kelvin van der Linde und Pierre Kaffer im Audi von Land Motorsport die Ziellinie und behielten damit die Oberhand gegenüber Dirk Müller, Thomas Jäger, Maro Engel und Jan Seyffarth im Black-Falcon-Mercedes-AMG. Rang sechs sicherten sich Philipp Eng, Alexander Sims, Maxime Martin und Marc Basseng im Rowe-BMW.

Auch die Plätze sieben und acht belegten zwei M6 GT3, wobei hier Jens Klingmann, Jörg Müller, Tom Onslow-Cole und John Edwards vor dem Schnitzer-BMW von Alexander Lynn und António Félix da Costa ins Ziel kamen. Die vesteb Zehn vervollständigten Michael Christensen, Lucas Luhr und Klaus Bachler im Frikadelli-Porsche und Romain Dumas, Richard Lietz und Patrick Pilet im gelb-grünen Manthey-Neunelfer.

Über das Ergebnis hinaus scheint auch eine weitere Erkenntnis nun etwas klarer zu sein. Die aktuelle Einstufung der Balance of Performance mutet sehr ausgewogen an, da sämtliche Fabrikate über die Renndistanz gesehen um die Führung und damit auch um den Gesamtsieg kämpfen konnten.

Die Protagonisten werden nun darangehen, die noch verbleibende Zeit zur optimalen Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt zu nutzen. In fünf Wochen findet dann das 24-Stunden-Rennen statt, das traditionell am Mittwochabend vor der Veranstaltung mit dem Adenauer Racing Day beginnt.

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