Langstrecken-WM: Veranstalter erwägt GTE-Qualifikationsrennen, José María López unversehrt

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Bei Porsche herrschte Zufriedenheit nach dem Saisonauftakt in Silverstone | © Maximilian Graf

Sébastien Buemi: „In gewisser Hinsicht schockiert es ein Stück weit“

Angesichts der verschiedenen Vorgangsweisen hinsichtlich der Homologation der Aerodynamik-Pakete wähnte sich Toyota zunächst in vorteilhafter Position bei der Saisoneröffnung. Denn die TMG-Abteilung entschied sich für die High-Down-Force-Konfiguration, was sich schließlich sowohl im Training als auch der Qualifikation niederschlug. Im Mittel unterbot Toyota die Weltmeister von Porsche um ungefähr zwei Sekunden pro Umlauf.

Im Rennen ging die Abordnung aus Stuttgart-Zuffenhausen jedoch daran, den Abstand zu minimieren, agierte mitunter auf Augenhöhe. „In gewisser Hinsicht schockiert es ein Stück weit, da wir erwartet hatten, schneller als Porsche zu sein“, räumte TMG-Athlet Sébastien Buemi daher auf der Pressekonferenz nach dem Rennen ein. Für ihn sei ein Sieg gleichsam Pflicht gewesen. „Wir hätten also besser nicht verlieren sollen.“

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Konkurrent Porsche war offensichtlich zufrieden mit dem Verlauf und Ausgang des Wettstreits in England. „Dieser zweite und dritte Platz heute fühlt sich wie ein Sieg an“, stellt Teamchef Andreas Seidl in einem Kommuniqué heraus. „Trotz der Entscheidung, hier mit geringem aerodynamischen Anpressdruck anzutreten, hatten wir nicht nur zwei zu hundert Prozent zuverlässige Autos am Start, sondern auch zwei absolut konkurrenzfähige.“

Veranstalter erwägen GTE-Qualifikationsrennen

Derzeit tragen sich FIA und ACO mit dem Vorhaben, den GTE-Wertungen der Langstrecken-WM „mehr Sichtbarkeit“ zu verschaffen. In diesem Kontext erörtere das Organisatorentandem „kreative Ideen“, bekräftigte Lindsay Owen-Jones, Präsident der Langstreckenkommission, auf einer Pressekonferenz in Silverstone. Eine Option: ein samstägiges Qualifikationsrennen für die Kategorien GTE-Pro und GTE-Am, welches über die Startreihenfolge entscheidet.

Bis dato sei allerdings noch nichts spruchreif. Hinsichtlich des Wettbewerbs drängt sich die GTE-Werksklasse ohnehin in den Vordergrund. Im Augenblick konkurrieren Aston Martin, Ferrari, Ford und Porsche um den Klassensieg. Im nächsten Jahr ergänzt BMW das Herstelleraufgebot zu einem Quintett. Zudem sagt man auch Lamborghini und McLaren nach, mit einem Einstieg in die GTE-Liga zu kokettieren.

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