Blancpain GT: Mercedes-Benz dominiert das Nachtrennen in Misano

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HTP Motorsport holt den Doppelsieg in der Nacht von Misano | © Vision Sport Agency

Die Blancpain-GT-Sprintserie startet erneut mit einem Paukenschlag. Auf dem winkeligen Misano World Circuit wird alles geboten, von Massenkarambolage, über eine rote Flagge, einer Mercedes-Benz-Dominanz bis hin zu einem knallharten Zweikampf, der im Kiesbett endet. Und das war erst das Qualifikationsrennen.

Der Saisonauftakt der Blancpain-GT-Sprintserie auf dem engen Kurs von Misano hat einmal mehr für viel Kleinholz gesorgt. Es ging zwar lediglich um die Startaufstellung für das morgige Hauptrennen, doch die italienische Nacht forderte schon nach wenigen Kurven sieben Opfer. Der Ausgangspunkt der Massenkarambolage lässt sich nicht ausmachen – die Wirkung jedoch schon. Das Feld musste für weitere fünfzehn Minuten in der Startaufstellung verharren.

Nach dem zweiten Start ging es ein wenig gesitteter zu, wenngleich es zwei weitere Strafen für Berührungen gab. An der Spitze war allerdings schnell alles klar. Maximilian Buhk und sein neuer Teamkollege Franck Perera nutzten ihre Startposition zwei perfekt, hielten sich aus allem Chaos heraus und hatten es dann eilig ins Ziel zu kommen. Damit stehen die HTP-Mercedes-Piloten am Sonntag auf der Poleposition. Hervorzustellen ist auch die Leistung der HTP-Nachwuchsfahrer Jules Szymkowiak und Fabian Schiller, die mit der schnellsten Rennrunde auf Platz zwei kamen.

Da es also das Siegerduo vorzog, sich nicht an Kämpfen zu beteiligen, legte der Zuschauer sein Augenmerk auf die Plätze dahinter – und erlebte einige Spannung. Für die zweite Rennhälfte musste sich Christian Engelhart, Platz fünf, im Grasser-Lamborghini mit dem ausdauernden Andrew Watson im Strakka-McLaren beschäftigen.

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Watson zog alle Register, konnte Engelhart aber nicht überrumpeln, während sich Vincent Abril im Bentley das Schauspiel aus der ersten Reihe ansehen durfte. Das Zünglein an der Waage spielte in der vorletzten Runde unfreiwillig die unerfahrene Caitlin Wood im Reiter-Lamborghini. Sie fand sich plötzlich zwischen den Fronten wider und wusste nicht, wohin. Gleichzeitig startete Watson seinen nächsten Angriff, Engelhart wurde beidseitig attackiert, und alle drei Fahrzeuge landeten im Kies.

Das Ende vom Lied ist, dass Watson mit seinem beschädigten McLaren auf Rang 18 ins Ziel rollte, Engelhart konnte zumindest mit Platz acht eine Position unter den besten Zehn retten. Nutznießer sind jedoch Abril, sowie Dries Vanthoor im WRT-Audi, die ohne eigenes Zutun jeweils noch zwei Plätze gewinnen konnten.

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