ELMS-Test: Ligier fährt Bestzeit bei erster Standortbestimmung

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IDEC Sport Racing agierte beim ELMS-Prolog federführend | © Maximilian Graf

IDEC Sport Racing ist die Bestzeit beim zweitägigen Test der Europäischen Le-Mans-Serie in Monza gefahren. Damit war die Marke Ligier beim der erste LMP2-Standortbestimmung obenan. Auch in der LMP3-Liga trat das französische Fabrikat erwartungsgemäß als Taktgeber auf. Aston Martin dominierte die GTE-Klasse.

Die Probefahrten der Europäischen Le-Mans-Serie in Monza haben eine vorläufige Standortbestimmung im Dreikampf der LMP2-Chassisherteller gestattet. Die schnellste Rundenzeit erzielte schlussendlich IDEC Sport Racing mit dem Ligier-Fabrikat. Am Mittwochvormittag meisterte Patrice Lafargue den lombardischen Hochgeschwindigkeitskurs im königlichen Park binnen 1:36,461 Minuten.

Die Oreca-Kontrahenten konkurrierten unterdessen auf einem vergleichbaren Niveau, bezogen im kombinierten Klassement aller fünf Sitzungen die Ränge zwei bis einschließlich fünf. Vornweg: DragonSpeed mit Memo Rojas, welcher einen Rückstand von 0,280 Sekunden verbuchte. Graff-Racing-Markenkollege Enzo Guibbert lag wiederum 0,378, Stallgefährte James Allen 0,483 Sekunden zurück.

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Dahinter: noch einmal DragonSpeed mit Nicolas Lapierre, welcher die Referenzzeit um 0,741 Sekunden verfehlte. Als Klassenprimus bei Debütant Dallara behauptete sich High Class Racing. Im Abschlussklassement nach der zweitägigen Einstellfahrt auf dem oberitalienischen Traditionskurs betrug die Differenz zum Spitzenreiter allerdings 1,339 Sekunden. Dennis Andersen wurde damit Gesamtsiebenter.

Ligier fährt auch in der kleinen Prototypenliga Bestzeit

In der LMP3-Kategorie dominierte Ligier nicht nur numerisch, sondern auch beim Vergleich der Rundenzeiten. Obenauf: die Titelverteidiger von United Autosports. Sean Rayhall durchquerte des Autodromo di Monza innerhalb von 1:45,219 Minuten. Neuneinsteiger Norma war mehr oder minder unterlegen. Das Tandem M. Racing und YMR trennten als Norma-Speerspitze 1,368 vom Wertungsschnellsten.

In der GTE-Division bestimmte Aston Martin das Tempo. Die Abordnung des Traditionskonstrukteurs aus dem Vereinigen Königreich okkupierte die Plätze eins und zwei. Intern positionierte sich TF Sport vor Beechdean AMR – also Salih Yoluc vor Ross Gunn. Nach dem raschesten Umlauf stoppte die Uhr bei 1:48,720 Minuten. Der Abstand im internen Zweikampf: 0,517 Sekunden.

Die diesjährige Saison der Europäischen Le-Mans-Serie beginnt bereits am übernächsten Wochenende in Silverstone – angelegentlich der Gemeinschaftsveranstaltung mit der Langstrecken-WM. Anschließend macht die kontinentale Sportwagenmeisterschaft abermals in Monza Halt, ehe der ehemalige Österreichring, Le Castellet, Spa-Francorchamps und die Algarve auf dem Fahrplan stehen.

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