VLN: Untersuchung der Reifen sorgt für vorläufiges Ergebnis der SP9

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Die Klasse SP9 ist vorläufig ohne Wertung | © Ralf Kieven

Das Ergebnis der Klasse SP9 beim ersten VLN-Wertungslauf der noch jungen Saison ist „ausgesetzt“, die Wertung also zunächst provisorisch. Der Grund dafür liegt in einer Untersuchung der eingesetzten Reifen durch den DMSB. Die oberste nationale Motorsport-Behörde kann dies aufgrund des neuen Reifen-Reglements veranlassen.

Üblicherweise wird das Ergebnis einer Klasse in der VLN-Langstreckenmeisterschaft „ausgesetzt“, wenn ein Team gegen ein anderes Protest einlegt oder wenn bei der technischen Nachuntersuchung Ungereimtheiten aufgedeckt werden. Bei der ADAC-Westfalenfahrt ist dies aber nicht der Fall.

Die Wertung der Klasse SP9 ist „ausgesetzt“, also als vorläufig zu betrachten, weil der DMSB veranlasst hat, eine bestimmte Anzahl der im Rennen verwendeten Reifen zu untersuchen. Durch das in dieser Saison eingeführte Reifenreglement sind die Hersteller verpflichtet, von jeder Reifenspezifikation, die im Rennen eingesetzt wird, Musterreifen zu hinterlegen.

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Nach dem VLN-Auftakt hat die Behörde nun einige Musterreifen und die tatsächlich im Rennen verwendeten Exemplare eingezogen, um sie einer vergleichenden Untersuchung zu unterziehen und so heraus zu finden, ob die genutzten Reifen tatsächlich den Mustern entsprechen.

Der VLN-Chef Karl Mauer erklärt, wie zu der Situation kommt: „Diese Regelung ist 2017 neu. Sie soll verhindern, dass die Reifenhersteller extreme Entwicklungsreifen zum Einsatz bringen. Da es sich um das erste Rennen handelt, das unter dem neuen Reifenreglement gefahren wurde, hat der DMSB die Option genutzt, die künftig angewendet werden kann, wenn Zweifel an der Korrektheit der eingesetzten Reifen bestehen.“

Mauer glaubt aber, dass dies nicht zur Gewohnheit wird und die Vorläufigkeit der Ergebnisse zur Regel wird. Immerhin ist so auch der Gesamtsieger als vorläufig anzusehen, da dieser in der Regel aus der SP9-Klasse kommt.

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