Sebring: Cadillac feiert Dreifacherfolg

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WTR sicherte sich den zweiten Sieg in Folge | © IMSA

Bei den Zwölf Stunden von Sebring hat sich die Cadillac-Mannschaft von Wayne Taylor Racing den zweiten IMSA-Sieg in Folge gesichert. Silber und Bronze gingen ebenfalls an den US-Hersteller. In der GTLM-Klasse siegte Corvette vor Ford.

Wayne Taylor Racing hat sich nach dem Sieg in Daytona zum zweiten Mal in Folge die oberste Stufe des Treppchens gesichert. Bei den Zwölf Stunden von Sebring verwiesen die Brüder Wayner und Ricky Taylor mit ihrem neuen Teampartner Alexander Lynn, der bei seiner Premiere in der Serie sogleich seinen ersten Sieg feierte, die konzerninterne Konkurrenz auf die Plätze.

Wie bereits beim 24-Stunden-Rennen von Daytona war dem Erfolg der Taylor-Mannschaft ein über fast das gesamte Rennen andauernder Kampf mit Action Express vorangegangen. Gut drei Stunden vor dem Rennende sorgte Jordan Taylor mit einem Überholmanöver im Verkehr für eine erste Vorentscheidung, bevor die Mannschaft etwa eine Stunde vor dem Zieleinlauf ein glückliches Händchen beim Timing des letzten Boxenstopps hatte.

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Der Cadillac DPi kam kurz vor der letzten Full Course Caution des Rennens zum Tanken und konnte seine Führung so ausbauen. Action Express Racing, das als große Mitfavoriten ins Rennen gestartet war und dieser Rolle auch durchaus gerecht wurde, hatte somit abermals das Nachsehen. Silber für João Barbosa, Christian Fittipaldi und Filipe Albuquerque.

Dane Cameron, Eric Curran und Toyotas Leihgabe Michael Conway machten im Action-Express-Schwesterwagen den Dreifacherfolg für Cadillac perfekt. Das Trio mischte in der Anfangsphase ebenfalls im Kampf um den Rennsieg mit. Nachdem der US-Bolide aber nach einem Dreher von Curran in der dritten Rennstunde seinen Neustart verweigerte, verlor die Truppe zwei Runden und die Hoffnungen auf den Sieg waren dahin.

GT-Sieg für Corvette, Drama bei Porsche

Zunächst schien es, dass Miller Motorsports davon profitieren könnte. Die Oreca-LMP2-Mannschaft erbte nach dem Dreher den Bronzerang. Chris Miller, Stephen Simpson und Misha Goldberg konnten dem Speed der Cadillac-Boliden aber nicht folgen und wurden am Ende Vierte und beste Nicht-Cadillac-Mannschaft.

Auf Rang fünf im Gesamtklassement folgte mit Corvette bereits die beste GTLM-Mannschaft. Antonio García, Jan Magnussen und Mike Rockenfeller sorgten für den dritten GT-Siegt der US-Truppe in Sebring in Folge.

Das Corvette-Trio war zwar über das gesamte Rennen stark im Geschäft, den Sieg schien aber zunächst Porsche anzupeilen. Der Wagen mit Patrick Pilet, Dirk Werner und Frédéric Makowiecki war lange das Maß der Dinge bei den Grand-Tourisme-Rennwagen. Ein Plattfuß eine halbe Stunde vor Rennende markierte aber das Ende der Siegesfahrt.

Beim erzwungenen Zwischenhalt beim Service fuhr Pilet über einen Luftschlauch und handelte sich so eine Stop-and-Go-Strafe ein. Das Ende der Podiumsambitionen für die Zuffenhausener. Rang zwei bei den GTLM-Sportwagen ging an Ford mit Dirk Müller, Joey Hand und Sébastien Bourdais, während Toni Vilander, James Calado und Giancarlo Fisichella im Risi-Ferrari das GT-Podium komplett machten.

Der Sieg in der GTD-Klasse ging an Mercedes-AMG. Riley Motorsports mit dem Fahrertrio Jeroen Bleekemolen, Mario Farnbacher und Ben Keating sicherte sich die oberste Stufe des Podiums vor der Scuderia Corse mit Christina Nielsen, Alessandro Balzan und Matteo Cressoni im Ferrari 488 GT3. Tristan Vautier, Kenny Habul und Boris Said sorgten im Mercedes-AMG-GT von SunEnergy 1 Racing mit dem dritten Rang für ein Doppelpodium des Herstellers mit dem Stern im Grill.

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