Langstrecken-WM: Peugeot dringt weiterhin auf Kostenreduktion

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Peugeot fordert ein Kostenreduktion in der LMP1-Liga | © Peugeot Media

Peugeot dringt weiterhin auf eine Kostenreduktion in der LMP1-Klasse. Andernfalls stehe ein WM-Engagement nicht zur Diskussion. Demgegenüber fordert Toyota mit Emphase, der Hybridtechnologie weiterhin Priorität einzuräumen. Damit driftet der ACO in einen regelrechten Teufelskreis.

Der ACO taumelt geradewegs in ein Dilemma. Dieser Tage hat Toyota unmissverständlich mit einem Rückzug gedroht, falls der nordwestfranzösische Automobilklub gedenkt, der Hybridtechnologie in der LMP1-Klasse nachgeordnete Bedeutung einzuräumen. Demgegenüber erwartet Peugeot Restriktionen in diesem Sektor, um die horrenden Kosten in der Langstrecken-WM zurückzudämmen.

Die Grundbedingung für einen Einstieg der Löwen: eine Verringerung der Budgets. „Wir wollen um Siege kämpfen, ohne uns auf das Glück verlassen zu müssen, aber auf einem vernünftigen Niveau der Hybridisierung“, betont Peugeot-Sportdirektor Bruno Famin gegenüber Endurance-Info. Im Augenblick stehe der Pariser Konstrukteur mit dem ACO und der FIA-Langstreckenkommission im Dialog, um Optionen zu eruieren.

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Nach seiner Einschätzung pflichte ein Gros der Beteiligen dieser Forderung bei. „Ich denke, eine ernsthafte Diskussion erfordert ein Gespür für die Kostenreduktion“, meint Famin, der eine weitere Hybridklasse ablehnt. „Wir sagten, es ist unnötig, zehn Megajoule zu rekuperieren. „Mit drei oder vier Megajoule verfügt man bereits über ein Hybridauto mit der Technologie, das den Sinn vermittelt, was für ein Transfer zur Serienproduktion möglich ist.“

Grundsätzlich sei sich Famin bewusst, inwieweit die LMP1-Werksklasse der Langstrecken-WM auf technologischem Fortschritt fuße. Allerdings sei es angezeigt, die extremen Kosten zu deckeln, damit ein Engagement auch ökonomische Vorteile zeitigt. Falls ein Hersteller zwei oder gar drei Hybridsysteme verbauen wolle, stelle Famin ihm dies anheim. Aber: „Wir wollen schlichtweg, dass das Regelwerk den Wettbewerb öffnet.“

Dahingegen betonte Toyota zuletzt, inwieweit die TMG-Abteilung die Fortentwicklung der Hybridtechnologie priorisiere. Eine Fortsetzung des WM-Programm kopple der Nippon-Autobauer an entsprechende Freiheiten im LMP1-Reguliarium. Nach dem Audi-Forfait geraten ACO und FIA damit regelrecht in einen Teufelskreis: Einerseits muss das Organisatorentandem einen weiteren Hersteller akquirieren, andererseits keinen verlieren.

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