Le Mans: Rückt die Wiederkehr Peugeots näher?

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Kehr Peugeot zurück nach Le Mans? | © Peugeot Media

Die Diskussion um eine Le-Mans-Rückkehr Peugeots flackert dann und wann auf. Zuletzt fachte ein Interview mit PSA-Geschäftsführer Carlos Tavares die Spekulationen nochmals an. Voraussetzung sei allerdings nach wie vor eine Kostensenkung. Rückt ein Engagement der Löwen tatsächlich näher?

Die Spekulation um eine Wiederkehr Peugeots nach Le Mans winden sich unverändert durch die Medien. Zuletzt fachte ein Interview mit der französischen Tageszeitung L’Est républicain die Diskussion abermals an. Auf die Frage, ob der Pariser Konstrukteur nach dem zweiten Dakar-Triumph en suite seiner Agenda weitere Programme hinzufügt, antwortete PSA-Geschäftsführer Carlos Tavares salopp: „Warum sollten wir nicht?“

In letzter Konsequenz obliege es allerdings den Entscheidungsträgern der weltweit agierenden Motorsportinstitutionen, inwieweit diese den Weg für ein LMP1-Engagement bereiten. In diesem Kontext sei eine Kostensenkung unabdingbar. „Dies liegt nun in der Hand der globalen Entscheidungsgremien und -autoritäten im Motorsport“, betont Tavares. „Wir sind dabei, sofern sie die Kosten senken.“

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Ferner müsse ein Einsatz in der Langstrecken-WM einen – wie auch immer gearteten – Ertrag einbringen. „Seit fünfunddreißig Jahren gilt meine Leidenschaft dem Motorsport, aber die Leidenschaft für meine Geschäfte ist stärker“, merkt Tavares an. „Wir können nicht solch eine Menge an Geld verausgaben, ohne eine guten Rendite zu erzielen. Namentlich in den Medien. Und ich weiß sehr genau, wie man diese Zahlen kalkuliert.“

Gigantische Summen im Motorsport zu verbrennen, ohne einen Gewinn zu erzielen, sei überdies aus moralischer Perspektive nicht zu vertreten. „Ich habe das Glück und Privileg, gelegentlich einige Tage in unseren Werken zu verbringen“, erklärt Tavares. „Wenn ich unsere Mitarbeiter kämpfen sehe, neue Idee zu ersinnen, um Einsparungen zu erzielen, um manchmal aus Kleinem etwas Greifbares zu machen, dann betrachte ich dies von einem ethischen Standpunkt aus. Es gibt Beträge, die können nicht weiter ausgegeben werden.“

Die Fachpublikation Dailysportscar bewertet die Umstände einer Peugeot-Rückkehr derweil positiv. Schließlich hat sowohl Lindsay Owen Jones, Vorsitzender des FIA-Langstreckenkomitee, als auch FIA-Präsident Jean Todt signalisiert, Maßnahmen zu ergreifen, um ein LMP1-Projekt lukrativer zu gestalten. Zudem habe Peugeot mit seinem Dakar-Zweifacherfolg unter Beweis gestellt, in der Lage zu sein, sich im motorsportlichen Wettbewerb zu behaupten.

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