FIA WEC: Gianmaria Bruni wechselt von Ferrari zu Porsche

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Gianmaria Bruni im Kommandostand in Shanghai | © Ferrari S.p.A.

Kurz vor dem Saisonbeginn der Langstrecken-WM kommt ein Paukenschlag aus Italien. Gianmaria Bruni wird mit sofortiger Wirkung Ferrari und AF Corse verlassen. Er soll einen neuen Vertrag bei Porsche unterzeichnen. Eine Ausstiegsklausel zwingt ihn laut Medienberichten jedoch zum Aussitzen der Saison 2017.

Nach zehn Jahren verlässt Gianmaria Bruni das Ferrari-Team in der Langstrecken-WM. Wie der italienische Hersteller am Sonntag bestätigte, wird der Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Über diesen Wechsel wurde im Fahrerlager schon lang spekuliert. Im gleichen Zug hat Ferrari bekannt gegeben, dass Alessandro Pier Guidi der neue Pilot an der Seite von James Calado wird.

Bruni gilt als einer der besten Piloten im GTE-Lager und hat die Weltmeisterschaft der Pro-Klasse zweimal in den Jahren 2012 und 2014 gewonnen. Seit geraumer Zeit wird er daher mit Porsche in Verbindung gebracht. Eine offizielle Bestätigung über die Verpflichtung des Fünfunddreißigjährigen wird im Laufe des heutigen Tages erwartet.

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Porsche kehrt in dieser Saison mit einem vollen Werksprogramm in die Langstrecken-Weltmeisterschaft zurück. Das Auto debütierte bereits bei den 24 Stunden von Daytona und zeigte, dass in dieser Saison die Siege über Porsche gehen werden. Für die WM-Saison haben die Zuffenhausener vier Fahrerplätze vorgesehen.

Bislang bestätigt sind Michael Christensen, Richard Lietz und Frédéric Makowiecki im Cockpit beider Neunelfer. Autosport will jedoch erfahren haben, dass Bruni in diesem Jahr nach einer Klausel in der Ausstiegsvereinbarung nicht für Porsche in der WEC starten darf. Somit wird ein anderer Pilot aus dem Werkskader den vierten Platz einnehmen. Die Klausel gilt nicht für andere Serien, somit darf Bruni in der IMSA-Meisterschaft in den USA erwartet werden.

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