Timo Scheider: Audis Angebot war „nicht interessant genug“

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Timo Scheider beendet seine Zusammenarbeit mit Audi | © Audi Mediacenter

Was motivierte Timo Scheider zum Wechsel zu BMW? Nach der Entzweiung mit Audi unterbreiteten die Bayrischen Motorenwerke offenbar ein Angebot, das der zweifache DTM-Meister nicht ablehnen konnte. Im Fokus: das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Wider Erwarten hat Timo Scheider die Entscheidung getroffen, Audi zu verlassen, um stattdessen für BMW beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring anzutreten. Nach der Überwerfung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber hätten weitere Verhandlungen keine positiven Resultate gezeitigt. „Das Angebot war für mich einfach nicht interessant genug“, begründet der zweifache DTM-Meister den Entschluss gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Nach einer strapaziösen Saison nahm die Zusammenarbeit zwischen Audi und Scheider im vergangenen Herbst ein glanzloses Ende. Die Marke mit den vier Ringen entschloss, Scheider aus dem DTM-Fahrerkader zu entfernen, teilte dies jedoch unmittelbar vor dem Finale in Hockenheim am Telefon mit. Anschließend hegte Audi offenbar aufrichtiges Interesse, künftig weiterhin mit Scheider zu arbeiten, welcher das unterbreitete Angebot allerdings verneinte.

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Demgegenüber habe BMW eine „tolle Perspektive“ aufgezeigt. „Das, was man mir jetzt angeboten hatte, stand in keinem Verhältnis“, erklärt Scheider seine Beweggründe. „Deshalb habe ich meine Entscheidung getroffen – speziell nach der großen Enttäuschung, wie es letztes Jahr lief.“ Zudem sei der Entschluss „aus menschlicher Sicht“ letzten Endes „relativ einfach“ gewesen, um die Geschehnisse der zurückliegenden Saison zu verwinden.

Scheider: „M6 GT3 wird zu jenen Autos gehören, die es zu schlagen gilt“

Nun ist Scheider imstande, gleichsam einen Neubeginn auf Spitzenniveau zu vollführen. „Wenn man den globalen Markt betrachtet, gibt es nicht so viele Premiumhersteller, die auf einem Toplevel agieren.“ Neben dem Start beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife plant der ehemalige DTM-Athlet vereinzelte Einsätze in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Beim Qualifikationsrennen fehlt Scheider wiederum wegen eines Terminkonflikts mit der Rallycross-WM.

Im Hinblick auf die Kraftprobe am Ring bezeigt sich Scheider zuversichtlich. „Im vergangenen Jahr hatte ich durchaus den einen oder anderen Fight mit einem BMW M6 GT3 und konnte mich quasi aus der ersten Reihe von den Stärken dieses Autos überzeugen“, schildert Scheider in einer BMW-Pressemitteilung. „Deshalb finde ich es toll, jetzt den Sitz zu wechseln und selbst in diesem Fahrzeug auf der Nordschleife anzutreten.“

Implizit deklariert Scheider die BMW-Werksmannschaft gar zu einem der Favoriten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Traditionskurs am Fuße der Nürburg. „Ich bin überzeugt: Der BMW M6 GT3 wird zu jenen Autos gehören, die es zu schlagen gilt“, bekräftigt Scheider. Den Werkseinsatz leiten Schubert Motorsport, Rowe Racing und das Team Schnitzer. Die Zuordnung der Piloten erfolgt bis dato noch nicht.

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