Bathurst 12: Maro Engel entschuldigt sich bei Shane van Gisbergen

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Kein Zwist zwischen Maro Engel und Shane van | © Daimler AG

Nach den Zwölf Stunden von Bathurst hat sich Maro Engel für seine Verbalinjurie bei Shane van Gisbergen entschuldigt. „Alles, was ich dieses Wochenende gesehen habe, waren Fehler“, entschlüpfte es dem AMG-Fahrer im Interview. Sein Stallgefährte reagierte auf den vermiedenen Eklat mit Besonnenheit.

Maro Engel hat einen internen Eklat bei Mercedes-AMG abgewendet. „Ich habe einen starken Glauben an unser Team“, beteuert der Sternenkrieger nach dem Zwölf-Stunden-Langstreckenrennen von Bathurst in seinem Twitter-Kanal. „Er ist ein großartiger Fahrer, und ich entschuldige mich bei Shane für meinen Kommentar, den ich im Eifer des Gefechts abgegeben habe.“

Was hatte sich zugetragen? Im Wetteifer um die Gesamtführung zagte sein Stallgefährte Shane van Gisbergen zunächst nicht, einen Porsche-Mitstreiter zu torpedieren, welcher daraufhin in die Betonmauer schleuderte. Anschließend unterlief dem Vorjahressieger ein kapitaler Fehler im Kurvengeschlängel auf dem Mount Panorama. Aufgrund seiner offensiven Fahrerweise brach das Heck seines Silberpfeils aus, wodurch van Gisbergen vehement gegen die Barriere stieß.

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Angesichts der Blessuren war Gisbergen außerstande, den Wettbewerb fortzuführen. Das Aus für HTP Motorsport. Kollege Engel reagierte mit Empörung, trat voller Ingrimm gegen einen Reifenstapel in der Box, flüchtete, die Tür hinter sich zu knallend, in einen der Anhänger im Fahrerlager. Einen Miniskandal provozierte Engel allerdings in einem nachfolgenden Interview, als der AMG-Athlet gegen seinen Gefährten wetterte.

Engel: „Meiner Meinung nach hat das nichts mit Motorsport zu tun“

„Meiner Meinung nach hat das nichts mit Motorsport zu tun“, machte sich Engel Luft. „Alles, was ich dieses Wochenende von Shane gesehen habe, waren Fehler. Das ist brutal.“ Harsche Worte in Relation zu dem memorierten, aalglatten PR-Sprech, welches die Fahrerschaft normalerweise gebetsmühlenartig deklamiert. Zumal solch eine Aussage für die australischen Anhänger des V8-Supercar-Piloten ohnehin einer Hoheitsbeleidigung gleichkommt.

Im Anschluss an die turbulente Kraftprobe auf dem Mount Panorama Circuit revidierte Engel seine Aussage jedoch, um die mitunter erhitzten Gemüter zu besänftigen. „Wahrscheinlich hätte ich kein Interview in diesem Moment gegeben dürfen. Das sollte man fairerweise sagen“, räumte Engel darum gegenüber Motorsport.com ein. „Es war nicht der richtige Augenblick, ein Interview zu geben.“

Zudem bescheinigte Engel seinem Markenkollegen virtuose Fertigkeiten am Lenkrad. „Er ist ein fantastischer Fahrer, jedermann weiß das“, bekräftige Engel, stellte allerdings gleichermaßen vor Auge, inwieweit sich van Gisbergen einige Schnitzer geleistet habe. „Aber hinsichtlich seines eigenen Maßstabs dürfte er mit seinen Fehlern, die er gemacht hat, nicht glücklich sein – ob in der Qualifikation, als er im Kiesbett landete, oder in der Schlussphase des Rennens.“

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