Bathurst 12: Kraftprobe der GT3-Werke am Mount Panorama

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Am Mount Panorama begegnet sich die Elite der GT3-Riege | © Australian GT, Maranello Motorsport, Bathurst 12 Hour, Nissan und Dirk Fuchs

Verteidigt McLaren seinen Titel bei den Zwölf Stunden von Bathurst? Nimmt Nissan Revanche? Gelingt die Audi-Offensive? Wie schneidet Porsche bei seinem Werksdebüt am Mount Panorama ab? Wo ordnen sich Bentley und Mercedes-AMG ein? Ein Ausblick auf die GT3-Kraftprobe in New South Wales.

Aston Martin: Einzelkämpfer in der Herrenfahrerwertung

Der Ausblick auf den britischen Hersteller ist rasch erledigt. Nur ein Aston Martin Vantage GT3 bestreitet die Zwölf Stunden von Bathurst. Für den Einsatz zeigt sich Miedecke Stone Motorsport verantwortlich. Das australische Team schickt ein Fahrertrio für die GT3-Amateurwertungs ins Rennen. Am Steuer wechselt sich George Miedecke – Fahrer und Teambesitzer in Personalunion – mit Tony Bates und Ash Walsh ab.

Die Aussichten? Bates ist der erfahrenste Fahrer der Truppe. Seit der Saison 2012 ist der Melbourner fester Bestandteil des Porsche-Carrera-Cups in Australien. Für das einzige Aston-Martin-Gespann wird es primär ums Ankommen gehen. Gelingt ihnen das fehlerfrei und die Konkurrenz patzt, könnte mit Glück der Sprung unter die besten Zehn im Gesamtklassement gelingen. (Gereon Radomski)

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Audi: Gelingt der dritte Gesamtsieg?

Audi schickt an diesem Wochenende die meisten GT3-Sportler in Bathurst ins Rennen. Insgesamt bestreiten sieben R8-Gefährte den Marathon in Australien – jedoch sind nur zwei der Abordnungen des gigantischen Aufgebots siegfähig, da die restlichen fünf Fahrzeuge in der Am-Division genannt sind. Mit zwei Profibesatzungen tritt Jamec Pem Racing am Mount Panorama an.

Markus Winkelhock, Robin Frijns und Frank Stippler formieren ein Trio, während Garth Tander, Christopher Mies und Christopher Haase das zweite Pilotentrio bilden. Winkelhock, Frijns, Stippler, Mies und Haase kennen den R8-Boliden in- und auswendig. Mit Tander stößt ein Meister aus der V8-Supercar-Meisterschaft dazu. Im Jahr 2007 war der Australier der Titelträger der Silhouettenserie.

Audi ist bislang der einzige Hersteller aus der GT3-Ära, der zweimal den Langstreckenwettbewerb am Mount Panorama gewinnen konnte. 2011 und 2012 waren die Ingolstädter erfolgreich. Schon damals mit dabei: Mies. Dazu gesellen sich vier weitere Werksfahrer und ein Routinier aus der V8-Serie. Außerdem ist der R8 das vermutlich zuverlässigste Auto im GT3-Segment. Somit spricht vieles für den dritten Sieg der Audianer. (Gereon Radomski)

Bentley: Zwei-Wagen-Aufgebot mit Podiumsambitionen

Ebenfalls mit einem kompakten Programm kommt Bentley daher. M-Sport entsendet ein Zwei-Wagen-Gespann nach Australien. Beide Fahrzeuge sind in der Profiwertung genannt. Mit dabei ist das neue Zugpferd im Bentley-Kader Oliver Jarvis. Der Brite teilt sich einen Continental mit Steve Kane und Guy Smith.

Im Schwesterfahrzeug nehmen Andy Souček, Maxime Soulet und Vincent Abril Platz. Souček, Soulet und Abril sind ein eingespieltes Trio, welches häufig gute Leistungen zeigt, doch oftmals nicht die erhofften Ergebnisse erbringt. Kane und Smith sind sehr erfahrene Piloten und bekommen mit Jarvis einen sehr schnellen Mann an ihre Seite.

Von der Fahrerseite ist Bentley gut aufgestellt, für Sorgenfalten könnte der Continental sorgen. Der wuchtige Sportwagen erzielte eine gute Hochgeschwindigkeit, jedoch könnte der Bentley in den engen Bergauf- und Bergabpassagen straucheln. Zudem leistet sich die Mannschaft von M-Sport gelegentlich einen Fauxpas. Nichtsdestotrotz muss man die Bentley Boys auf dem Zettel haben. Ein Podestplatz liegt im Bereich des Möglichen. (Gereon Radomski)

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