Daytona: Wayne Taylor Racing rammt sich zum Sieg

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Wayne Taylor Racing gewinnt erstmals in Daytona | © Cadillac

Cadillac hat einen Doppelsieg beim ersten Rennen für den DPi bei den 24 Stunden von Daytona gefeiert. Wayne Taylor Racing gewann das Rennen rund zwei Sekunden vor Action Express Racing nach einem diskussionswürdigen Manöver. In den GT-Klassen siegten Fahrzeuge der Hersteller Ford und Porsche.

Ricky Taylor, Jordan Taylor, Max Angelelli und Jeff Gordon haben die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Für die Mannschaft Wayne Taylor Racing ist es der erste Sieg beim US-Saisonauftakt als Familienunternehmung. Gleichzeitig war es das letzte Rennen für den Italiener Angelelli, der den Taylors stets zu Diensten war. Platz zwei geht an die Cadillac-Markenkollegen von Action Express Racing.

Gleichwohl sorgt das entscheidende Manöver für Bauchschmerzen bei den Beobachtern. Drei Runden vor Schluss Berühren sich die Schlussfahrer Ricky Taylor und Filipe Albuquerque mit ihren Maschinen. Der führende Albuquerque dreht sich und Taylor übernimmt seinen Platz. Diese Aktion hätte durchaus zu einer Strafe führen können – wenngleich sich AXR einen Protest vorbehält. Der Riley von VisitFlorida Racing holt nach vielen Führungsrunden in der Nacht den dritten Platz.

Die Nacht war die Achillesverse zahlreicher Teilnehmer, welche im unerwarteten Regen in Schwierigkeiten kamen. Insgesamt war das Rennen für mehr als eine Stunde aufgrund der Bedingungen neutralisiert. Den europäischen Favoriten Rebellion Racing half jedoch auch das nicht. Der Oreca kam für mehrere Reparaturpausen in die Garage.

Großer Kampf in den GT-Klassen

Einen weiteren US-Sieger gibt es in der GTLM-Klasse zu verkünden. Dirk Müller, Joey Hand und Ryan Briscoe betrieben Wiedergutmachung für das schwache Rennen im vergangenen Jahr. Allerdings musste Müller all sein Können aufwenden, um sich in der letzten Stunde gegen seinen Verfolger Patrick Pilet im Porsche zu wehren.

Damit bleibt die insgesamt starke Leistung der neuen Porsche 911 RSR unbelohnt. Pilet konstatierte nach dem Rennen, dass er im Kampf mit Müller seine Reifen zu stark abnutzte. Dies erlaubte schließlich James Calado im Ferrari noch einmal anzugreifen. Letztlich blieben die Positionen aber unverändert. Auch Calados Pneus waren nicht mehr frisch genug für einen Angriff.

Einen Siegerpokal können die Zuffenhausener dennoch verkünden: Alegra Motorsports gewinnt überraschend in der GTD-Klasse. Jesse Lazare, Daniel Morad, Michael De Quesada, Carlos De Quesada und Michael Christensen haben ein starkes und fehlerloses Rennen mit dem ersten Sieg des Teams in Daytona gekrönt.

Die Favoriten von Land-Motorsport und Riley Motorsports mussten sich dahinter einreihen. Beide Fahrzeuge der Hersteller Audi und Mercedes-Benz wurden im Vorfeld hoch gehandelt. Christopher Mies im deutschen R8 LMS blieb jedoch am Ende 0,293 Sekunden entfernt vom Sieg. Jeroen Bleekemolen brachte seinen AMG ein wenig weiter entfernt auf Platz drei ins Ziel.

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